Der Wetzstein und seine Geschichte....

500 m ü. NN                                        

Als Westheim im Tullifeld wurde das Dorf erstmals 795 erwähnt. Den Zusatz „Kalten“ erhielt es ebenso wie Kaltensundheim im 14. Jahrhundert. Um 1400 war der Ort mit seiner Ringmauer umgeben und durch eine Burg geschützt, deren ehemaliger Standort heute noch die Bezeichnung „Altes Schloss“ trägt. Der Toraufgang zur Kirche zeigt, dass hier ehemals eine alte Wehranlage existierte, die offensichtlich eine Bergkapelle einschloss, ehe 1606 der Kirchenbau vollendet wurde. 

Das Wahrzeichen von Kaltenwestheim, der „Wetzstein“, ist eine Ehrensäule des Grafen von Henneberg als Dank an die Frauen, die ihren kämpfenden Männern 1463 zu Hilfe eilten während eines Streites zwischen den Hennebergern und den Tanner Herren. 

Als 1796 das Dorf abbrannte, wurden die Kirche und 109 Wohnhäuser ein Raub der Flammen. Die Kirche wurde 1798 wieder aufgebaut. Allerdings ohne Turm wie sie heute zu sehen ist. 1945 wurde das Dorf durch einen amerikanischen Luftangriff zu 80% zerstört. Der mühevolle Aufbau konnte erst 1950 beendet werden. Kaltenwestheim entfaltete sich im Laufe der Jahre zu einem großzügig gestalteten Rhöndorf. 

Heute befinden sich im Ort hübsche Ein- und Zweifamilienhäuser. Interessante Ausflugsziele, wie der Thüringer Rhön höchster Berg "Ellenbogen" mit der Aussichtsplattform "Noahs Segel" oder die "Arche Rhön" sowie die sagenumwobene Milsburg, der Auersberg und selbst Fulda mit seinen Sehenswürdigkeiten werden zum Erlebnis für den Gast. 

Auch werden hier in Kaltenwestheim noch alte Traditionen gepflegt, wie der Spinnstubenabend, wo die Frauen des Dorfes zusammenkommen und Schafwolle mit dem Spinnrad spinnen und auch andere Handarbeiten fertigen. Sehr zünftig werden hier noch die Kirmes, das Sportfest und der Karneval gefeiert.